PFÄNDUNGSTABELLEN - PFÄNDUNGSFREIGRENZE - PFÄNDUNGSSCHUTZ

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Pfändungstabelle/Lohnpfändungstabelle 2019, 2020, 2021

Gültig ab 01.07.2019 bis 30.06.2021

Diese Lohnpfändungstabelle enthält aktuell alle ab dem 01.07.2019 geltenden Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen und Bezüge..., aufgeschlüsselt nach der Höhe des monatlich, gewährten Nettoeinkommens sowie nach der Anzahl der Personen, denen der Schuldner*INNEN unterhaltspflichtig ist.

Grundlage für diese Tabelle ist § 850c der Zivilprozessordnung (ZPO). Die ab 1.7.2019 geltenden Beträge ergeben sich aus der Pfändungsfreigrenzen-

Bekanntmachung vom 04.04.2019.

Nach der aktuellen Pfändungstabelle 2019 gelten erhöhte Pfändungsfreigrenzen hiernach ist ein Arbeitseinkommen von unter 1.180,00 Euro netto nicht mehr pfändbar.

Leistet ein Schuldner*INN gegenüber einer berechtigten Person Unterhalt, erhöht sich der Pfändungsfreibetrag.

Wer unterhaltsberechtigt ist, bestimmt der § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO. Danach erhöht sich die Freigrenze, wenn der Schuldner *INN aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung seinem Ehegatten, einem früheren Ehegatten, seinem Lebenspartner oder einem Verwandten oder nach §§ 1651l, 1615n BGB einem Elternteil Unterhalt leistet.

Übersteigt das monatliche Gehalt die Grenze von 3.613,08 Euro ist der Mehrbetrag in voller Höhe pfändbar.

Die Pfändungstabelle nach § 850c ZPO

Die Pfändungstabelle (gesetzlich geregelt und verankert im §850c ZPO) regelt sämtliche Pfändungsfreigrenzen bei laufenden Einkünften.

Hier erhalten Sie die Informationen und Aufschluss, welcher Teil des Nettoeinkommens bei Schuldnern*INNEN z.B. über eine Lohn- oder Gehaltspfändung gepfändet werden kann.

Der Grundfreibetrag liegt ab dem 01.07.2019 bei € 1.179,99 für eine Einzelperson. Dieser zur Sicherung des Lebensunterhaltes dienende unpfändbare Betrag erhöht sich durch Unterhaltspflichten gegenüber Kindern oder geringfügig verdienenden Ehegatten.

Unpfändbar sind unter anderem Kindergeld, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld das bis zur Hälfte des monatlichen Einkommens (maximal € 500) und 50% von geleisteten Überstunden. Auch Zulagen für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit unterliegen im Rahmen des Üblichen nicht der Pfändung.

Die Pfändungstabelle regelt auch den bei einem Insolvenzverfahren abzuführenden Betrag an den Insolvenzverwalter.

Ein Beispiel:

Ein Familienvater, verheiratet, 1 Kind ist mit rund € 78.000 überschuldet. Er verdient (netto) € 1.600,- und seine Ehefrau in Teilzeit (netto) € 900,-.

Nach Pfändungstabelle zu § 850 c ZPO sind im (Verbraucher-/Privat-)Insolvenzverfahren monatlich € 12,29 für 5 Jahre abzugeben, gesamt also € 737,40.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens (InsO) genießt der Familienvater Vollstreckungsschutz, an die Gläubiger muss nichts mehr bezahlt werden. Auch kein Gerichtsvollzieher wird den Schuldner*Innen belästigen. Der Schuldner muss bis zur (endgültigen) Erteilung der Restschuldbefreiung "nur" monatlich den pfändbaren Betrag in Höhe von € 12,29 bei gleichbleibenden Einkommen abgeben.

Die Familie verfügt also im Insolvenzverfahren über folgendes Einkommen zur freien Verfügung:

€ 1.900,- Einkommen Ehemann

€ 900,- Einkommen Ehefrau

€ 194,- Kindergeld

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€ 2.994,- Gesamteinkommen

./. € 12,29 Insolvenzverwalter

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€ 2.981,71 Einkommen
zur freien Verfügung
(und zur freien Bestreitung des Lebensunterhalts)